Bundesregierung Klausurtagung:
30.05.2011
Bundeskanzler Faymann: "Euro hat Österreich viel gebracht"

Regierungsklausur am Semmering, 1. Arbeitssitzung – Österreich einer der Hauptgewinner des europäischen Binnenhandels

Bundeskanzler Faymann (m.r.), Vizekanzler Spindelegger (m.l.), Bernhard Felderer, Präsident des Österreichischen Staatsschuldenausschusses (l.), Ewald Nowotny, Gouverneur der OENB (r.) bei der Pressekonferenz nach der ersten Arbeitssitzung

Österreich weiterbringen

"Die Bundesregierung hat die Rolle Österreichs in der Europäischen Union an die Spitze ihrer Beratungen gestellt. Besonders im Blickfeld stand dabei die Stabilität des Euro. Unbestritten ist, dass Österreich vom Euro profitiert hat. Gleichzeitig darf man jedoch auch nicht verhehlen, dass es aufgrund der Unterschiedlichkeiten innerhalb des gemeinsamen Währungsraumes und aufgrund von Fehlleistungen einzelner Länder Probleme gibt, die uns noch eine Zeit lang beschäftigen werden. Ich bin nicht derjenige, der verspricht, dass sich diese Unterschiede rasch auflösen werden. Wir müssen aber pauschalen Urteilen über die Zukunft des Euros entgegentreten, denn es ist wichtig die Diskussion mit Realitätssinn zu führen. Man kann nicht die Vorteile nützen wollen und die Nachteile vernachlässigen", sagte Bundeskanzler Faymann heute anlässlich des ersten Tages der Regierungsklausur am Semmering.

"Österreich ist ein stabiler Faktor in der Eurozone. Eine Wiedereinführung des Schilling wäre eine grob fahrlässige Maßnahme, die unserem Land massive Nachteile einbringen würde", so der Bundeskanzler.

Der Euro sei, so der zur Klausur als Experte eingeladene OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny, eine der stabilsten Währungen der Welt, die Österreich eine sehr positive Entwicklung gebracht habe. Der Euro wäre etwa stabiler als es die Deutsche Mark oder der Schilling vor der Einführung der gemeinsamen europäischen Währung je gewesen seien. Österreich gehöre gemeinsam mit Deutschland und den Niederlanden zum Stabilitätszentrum des Euroraumes. Für eine mittelgroße Volkswirtschaft wie Österreich sei es daher besonders wichtig, Teil einer großen Währungsunion zu sein. Dies würde etwa die volle Teilnahme am europäischen Binnenmarkt garantieren und der Abwehr von Währungsspekulationen dienen, so Nowotny. Das Beispiel Griechenlands zeige jedoch, dass es wichtig sei, einer budgetären Fehlentwicklung rechtzeitig zu begegnen.

Der Bundeskanzler weiter: "Wir haben noch eine Reihe von Aufgaben zu bewältigen. Die budgetären Konsolidierungsmaßnahmen werden uns noch weiter beschäftigen. Wenn man die Fragen von Lohn- und Steuerdumping oder Korruption diskutiert, gehe ich davon aus, dass wir einige Punkte sofort werden lösen können. Andere jedoch werden im Rahmen einer Generation zu lösen sein".

"Österreich ist immer ein Land gewesen, das die Budgetkonsolidierung ernst genommen hat. Das Beispiel Griechenlands zeigt, wie dramatisch die Auswirkungen eines nicht ausgeglichenen Budgets auf das soziale Gefüge sein können", so Werner Faymann abschließend.

Bilder zu dieser Veranstaltung können Sie aus dem Fotoservice des Bundeskanzleramtes fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufen.

Ein Video von den Pressestatements wird ehest möglich auf der Website des Bundeskanzleramtes www.bundeskanzleramt.at und auch auf YouTube www.youtube.com/oesterreichgemeinsam veröffentlicht.

Rückfragehinweis:
Mag. Leo Szemeliker
Pressesprecher
Kabinett des Bundeskanzlers
Tel.: +43 1 531 15-2090
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